Ein Fünfeck mit einem großen Krater — An meinem letzten Tag auf São Jorge geschah etwas Unplanmäßiges. Eigentlich wollte ich diesen Tag für São Jorge nutzen und am Abend mit der Fähre nach Faial rüberfahren. Wie man mir sagte, war jedoch »the boat broken« und man hatte einen Ersatzfahrplan erstellt. Demnach musste ich bereits am Morgen fahren und konnte ich Faial nur auf Umwegen erreichen: Zuerst mit der Fähre von Velas nach Cais do Pico, dann mit dem Taxi nach Madalena auf der Westspitze von Pico und dann mit einer anderen Fähre nach Horta auf Faial. Aber ich hatte Glück im Unglück, denn das Wetter war heute sowieso schlecht und mit Wandern wäre nichts gewesen. In diesen Paar Tagen kam nämlich das Wetter aus dem Süden und das bedeutet für die Azoren nichts Gutes. Warmer Wind aus dem Süden bedeutet viele Wolken und Regen. Oft wandert man besser mit mäßigem Wind aus nördlichen Richtungen. Der kühlere Wind sorgt dann für weniger Wolkenbildung an den Bergen und man sieht mehr Blau am Himmel.

Wie ich auch schon von São Jorge aus beobachten konnte, war die Caldeira schon seit Tagen in Wolken gehüllt. Aber heute hatte ich richtig Glück. Ab zwei Uhr nachmittags lösten sich die Wolken allmählig auf und ich bin dann zum Aussichtspunkt auf dem Kra- terrand gefahren. Die an- schließende Wanderung war leicht und sehr schön. Am Anfang ein kurzer Aufstieg auf den Cabeço Gordo, dann lief ich auf fast ebener Strecke in etwa 1000 m Höhe im Uhr- zeigersinn über den Kraterrand. Zum Rechten schaute ich immer in die mächtige Caldeira hinein und zum Linken auf den jeweiligen Landstrich von Faial.

1. Horta

2. Alte Windmühle

3. Blick auf Pico

4. Ponta dos Capelinhos

5. Kraterrand

6. Fajã

7. Wegweiser