|
|
|
|

|
|
Die
Panoramainsel mit den Fajãs — Nach einer Woche São Miguel hatte ich das Wichtigste
gesehen, die schönsten Wanderungen gemacht und die besten Bilder im Kasten. Jetzt konnte es zur
nächsten Insel losgehen. Da São Jorge 200 km von São Miguel entfernt liegt, fliegt man dort mit
der innerazorischen Fluglinie hin. Also fuhr ich mein Auto zum Flughafen von Ponta Delgada zur
Abgabe an Hertz zurück. Die Geschichte mit dem halben Tank nahm der Typ mir übrigens nicht ab.
Aber gut, schauen wir nach vorn. São Jorge hat einen eigenen Flughafen, oder besser gesagt ein
eigenes Aerodrom. Denn mehr als eine kleine Betonpiste mit Wartehäuschen macht es nicht her.
Der Flug dauerte vierzig Minuten. Beim Anflug auf São Jorge streiften wir Portugals höchsten
Berg, den Pico, der durch die Wolken hindurch stach. Bei dem Anblick dachte ich mir, dass er
doch wohl zu schaffen sein müsste. Aber dazu später mehr. Am Aerodrom wartete bereits eine Frau
für den Transfer zum Hotel, obwohl ich sie nicht bestellt hatte. Aber ich machte von der
Mitfahrgelegenheit dankbar Gebrauch. Am Hotel angekommen, stellte sich heraus, dass die örtliche
Autovermietung gleich gegenüber angesiedelt war. Das war praktisch und mit einer Automiete von
40 Euro täglich preislich angemessen.
|
|

|
|
Da sich hartnäckige Bewölkung in den Bergen hielt, machte ich diese Wanderung
auf niedriger Höhe. Ich begann im schön angelegten Parque Florestal Sete Fontes und lief zur
äußersten nordwestlichen Spitze von São Jorge. Hier befindet sich der verwahrloste Leuchtturm
von Rosais. Er selber ist zwar keine Sehens- würdigkeit, aber wenn man links um ihn herum läuft
und sich durchs Gestrüpp kämpft, blickt man auf einige von Seemöwen beschlagnahmte Felsen,
die sich durch schöne Farbschattierungen aus- zeichnen. Der Rückweg verlief am südlichen Hang
mit schönen Blicken auf den Pico.
|
|
|
|

|
|
Bei dieser wohl schönsten Wanderung auf São Jorge lernte ich die sogenannten Fajãs
kennen, die für diese Insel typisch sind. Es sind Landzungen, die am Fuße der steilen Nordküste
ins Meer stülpen und von wenigen Leuten bewohnt sind. Ich fuhr zunächst zum Fajã dos Cubres,
dem Endpunkt der Wanderung und rief dort ein Taxi an. Am Fenster der kleinen Bar an der Kirche
hing dazu eine Liste mit Telefonnummern aus. Das Taxi brachte mich dann zum Ausgangspunkt der
Wanderung auf dem Serra do Topo. Dann stieg ich 700 Meter durch ein wunderschönes grünes Tal
zu den beiden Fajãs ab.
|
|
|
|

|
|
Diese Wanderung startete ich auf dem Hochland von São Jorge auf dem Pass zwischen
den Orten Santo António und Urzelina, nahe dem Pico das Caldeirinhas. Zunächst verlief der Pfad
auf der Nordseite des Gebirgskammes mit schönen Ausblicken zur Insel Graciosa. Später wechselte
der Pfad auf die Südseite und bot herrliche Ausblicke zu den Inseln Pico und Faial. In der Nähe
des Portal do Cedro hatte ich einen freien Blick über die ganze nordwestliche Spitze der Insel.
Das Panorama bot kleinere Vulkankrater, saftig grüne Wiesen, zufriedene Kühe und unzählige blaue
Hortensien- hecken.
|
|
|
|

|
|
1. Hortensien satt am Wegesrand
2. Blick zur Insel Graciosa
|

|

|
|
3. Fajã do João Dias
4. Fajã do Ouvidor
|

|

|
|
5. Nordküste mit Fajãs
6. Velas
|

|

|
|
|
|
|
|